
Aktuell
Ende 2008 wurde die Zinkhütte stillgelegt. Der überwiegende Teil der Gebäude und alle Produktionsanlagen sind bereits abgerissen. Zurück bleiben Boden- und Grundwasserbelastungen.
Die Hauptbelastungen werden durch die Schwermetalle Zink, Cadmium und Nickel sowie durch Sulfat verursacht. Die Verunreinigungen betreffen eine Fläche von ca. 8 Hektar des Betriebsareals und erstrecken sich bis in eine Tiefe von ca. 15 Metern. Aufgrund der vorgelegten Gutachten stellt der Kreis Recklinghausen (als zuständige Behörde) fest, dass aktuell keine Gefahren für die Nutzer der Fläche und für Anwohner und benachbarte Grundstücke bestehen. Um aber eine mögliche zukünftige Ausbreitung der Schadstoffe im Grundwasser und in den Kanal zu unterbinden, ist eine Sanierung durch Sicherung der Altlasten erforderlich. Dazu wurden verschiedene Varianten geprüft, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Die Sanierungsziele und die einzusetzenden Verfahren werden in der (politischen) Öffentlichkeit teilweise kontrovers diskutiert. Einige Anwohner vermissen ausführliche Informationen über den Umgang mit den Verunreinigungen und die Konsequenzen für die Nachbarschaft.
Daher hat RuhrZink im August 2011 die IKU GmbH aus Dortmund beauftragt, einen Nachbarschaftsdialog zu unterstützen. IKU hat im September/ Oktober 2011 Kontakt zu verschiedenen Multiplikatoren in Datteln und bei den Behörden aufgenommen (20 Gesprächspartner/innen). Ziel war es, sich ein Bild von den Erfahrungen und Erwartungen der Stadtteilgesellschaft zu machen und die Sicht der öffentlichen Stellen kennenzulernen. Petra Voßebürger dankt allen Gesprächspartnern für ihre Hinweise.